Heute ist der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit. 🌈❤️
Der IDAHOBIT erinnert daran, dass Ausgrenzung, Hass und Gewalt für viele Menschen noch immer Alltag sind. Auch in Österreich. Auch online. Auch in Schulen 🏫, Familien 👨👩👧👦, am Arbeitsplatz 💼 oder auf der Straße.
Der 17. Mai ist nicht zufällig gewählt: An diesem Tag hat die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität 1990 aus ihrem Diagnoseschlüssel gestrichen. 📆 Und trotzdem müssen viele Menschen bis heute um Sichtbarkeit 👀, Sicherheit 🛡️ und gleiche Rechte kämpfen ✊️🏳️🌈
Als Volkshilfe stehen wir für eine Gesellschaft, in der alle Menschen in Würde, sicher und selbstbestimmt leben können. ❤️
Ohne Angst. Ohne Abwertung. Ohne sich verstecken zu müssen. 🫂🌈
Gerade jetzt ist es wichtig, laut zu bleiben 📢
Denn wenn Hass wieder salonfähig wird, wenn Menschen wegen ihrer Identität angegriffen oder politisch instrumentalisiert werden, dann dürfen wir nicht schweigen. 🚫
Solidarität ist kein Trend. ❤️
Menschenrechte auch nicht. ✊️🌈
#IDAHOBIT #Volkshilfe #Menschenrechte #Solidarität #LGBTQIA #Queer #Respekt #Vielfalt
Ein Artikel über die Gräueltaten des 7. Oktober. Über ermordete Menschen. Über entführte Menschen. Über Familien, die ausgelöscht wurden.
Und darunter: Lach-Emojis.
Das ist nicht „nur schwarzer Humor“. Das ist keine „Provokation“. Und das ist auch keine legitime Kritik an der israelischen Regierung.
Es ist antisemitisch.
Wer über jüdische Opfer eines Terror-Massakers lacht, überschreitet jede Grenze. Wer auf die Ermordung, Vergewaltigung und Entführung von Menschen mit Spott reagiert, hat jedes Gefühl für Menschlichkeit verloren.
Man kann die Politik Israels kritisieren. Natürlich. Aber wenn der Hass so weit geht, dass man bei den Opfern eines Massakers lacht, dann geht es längst nicht mehr um Politik.
Diese Verrohung erschüttert mich.
81 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen wurde gestern in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Tausende Menschen aus vielen Ländern kamen zusammen – Überlebende, Angehörige, Jugendliche, internationale Delegationen und Initiativen. Gemeinsam zogen sie über jenes Gelände, auf dem Menschen entrechtet, gequält und ermordet wurden.
Auch eine Delegation der Volkshilfe Oberösterreich nahm an der Internationalen Gedenk- und Befreiungsfeier teil. Die Kranzniederlegung für die Volkshilfe OÖ erfolgte durch Abgeordnete zum Nationalrat und Vorsitzende der Volkshilfe Perg Sabine Schatz, Volkshilfe-Vorstandsmitglied Claudia Kutzenberger sowie den Vorsitzenden der Volkshilfe Wels-Kirchdorf und Vorsitzenden-Stellvertreter der Volkshilfe OÖ Johnny Reindl-Schwaighofer.
Die diesjährige Befreiungsfeier stand unter dem Schwerpunkt „Täterinnen und Täter“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Menschen zu Mitläuferinnen, Täterinnen oder schweigenden Zuschauer*innen werden konnten – und was das mit unserer Gegenwart zu tun hat.
Willi Mernyi erinnerte daran, dass das große Böse nicht plötzlich vom Himmel fällt. Es beginnt dort, wo Menschen abgewertet werden. Wo Rassismus, Antisemitismus, Menschenfeindlichkeit und Gleichgültigkeit Platz bekommen.
Besonders bewegend war die Anwesenheit der Zeitzeug*innen Lucy Waldstein, Katja Sturm-Schnabl und des KZ-Überlebenden Piotr Kawa. Ihre Geschichten machen deutlich, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus keine abstrakte Vergangenheit sind.
Und gleichzeitig gab es auch Momente der Hoffnung: die große Delegation aus Italien mit so vielen jungen Menschen, die starke Beteiligung zahlreicher Jugendorganisationen und tausende Jugendliche, die mitgingen, zuhörten und Haltung zeigten. Sie machen sichtbar, dass Erinnerung weitergetragen wird.
Gerade heute, in einer Zeit, in der Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit wieder lauter werden, ist Mauthausen nicht nur ein Ort des Erinnerns. Es ist ein Auftrag.
Nie wieder bedeutet nie wieder. 🕯️❤️
#Mauthausen #NieWieder #Erinnern #Befreiungsfeier #Volkshilfe
🕯️ 10. und 11. Femizid in Österreich
In Linz wurden zwei Frauen getötet.
Eine Ehefrau. Eine Tochter.
Ersten Informationen zufolge soll der Täter der 90-jährige Ehemann beziehungsweise Vater gewesen sein. Wieder wurde eine Schusswaffe verwendet. Wieder fand die Gewalt im engsten familiären Umfeld statt.
Zwei Frauen sind tot.
Zwei Leben ausgelöscht.
Zwei weitere Fälle, die zeigen, dass Gewalt gegen Frauen kein Einzelfall ist.
Und wieder stellt sich dieselbe Frage:
Wie viele Frauen müssen noch sterben, bevor endlich konsequent gehandelt wird?
Es braucht mehr als Betroffenheit.
Es braucht wirksamen Gewaltschutz, frühe Intervention und klare politische Maßnahmen.
Was wir brauchen: ❤️ mehr finanzielle Mittel für Frauen- und Gewaltschutzeinrichtungen
❤️ verpflichtende Gefährdungseinschätzungen bei häuslicher Gewalt
❤️ besseren Zugang zu Unterstützungsangeboten und Täterarbeit
❤️ strengere Regeln und Kontrollen beim privaten Waffenbesitz
Männer müssen lernen, sich Hilfe zu holen, bevor Gewalt entsteht.
Und diese Hilfe gibt es.
Männernotruf: 0800 246 247
Wenn du von Gewalt betroffen bist:
Du bist nicht allein.
Frauenhelpline gegen Gewalt: 0800 222 555
Gewaltschutzzentren Österreich: 0800 700 217
Polizei: 133
Kostenlos. Anonym. Rund um die Uhr.
#Volkshilfe #Femizid #KeineMehr #StopptGewalt #Gewaltschutz Gewaltprävention
Eine Gewaltambulanz kann für Betroffene von Gewalt ein entscheidender Schutzraum sein: für medizinische Versorgung, gerichtsmedizinische Dokumentation und die Sicherung von Beweisen. Genau deshalb haben viele Menschen in Oberösterreich für eine solche Einrichtung gekämpft und eine Petition unterstützt, die von Didem Wenger initiiert wurde.
Seit Jänner 2026 gibt es nun erstmals eine Gewaltambulanz am Kepler Universitätsklinikum. Dass damit endlich ein wichtiger Schritt gesetzt wurde, ist grundsätzlich positiv.
Trotzdem zeigt die aktuelle Anfragebeantwortung des Landes Oberösterreich deutlich: Die bestehende Struktur erfüllt derzeit noch viele Kriterien einer umfassenden Gewaltambulanz nicht, die aber mit bestehenden Ressourcen zu erfüllen wären.
Die Ambulanz ist aktuell nur an vier Werktagen tagsüber geöffnet. Eine voll ausgebaute 24/7-Versorgung gibt es nicht. Auch die gerichtsmedizinischen Ressourcen sind bislang sehr begrenzt. Eine telemedizinische Versorgung und Dokumentation wird nicht angeboten. Gleichzeitig zeigt die geringe Zahl betreuter Personen in den ersten Monaten, dass das Angebot noch deutlich sichtbarer und niederschwelliger werden muss.
Gewalt passiert nicht nach Bürozeiten. Betroffene brauchen jederzeit rasche, sichere und gerichtsmedizinisch abgesicherte Unterstützung.
„Wir werden weiterhin kämpfen, bis wir eine Gewaltambulanz gemäß dem vorliegenden Konzept haben und bis jede Person in Oberösterreich über die Existenz dieser Gewaltambulanz informiert ist“, sagt Didem Wenger.
Gerade deshalb darf die Gewaltambulanz kein halbfertiges Projekt bleiben. Oberösterreich braucht einen konsequenten Ausbau gemeinsam mit Frauenberatungsstellen, Frauenhäusern, Gewaltschutzzentrum, Opferschutzeinrichtungen, Vereinen wie B37 und medizinischen Fachbereichen.
Denn Gewaltopfer brauchen keine symbolischen Lösungen. Sie brauchen verlässliche Hilfe.
MÄNNERGEWALT = MÄNNERPROBLEM
„Reißt euch zusammen. Lasst Frauen in Ruhe.
Grenzüberschreitungen beginnen oft früher, als viele glauben. Mit einem Spruch. Mit einem Kommentar. Mit dem Gefühl, sich etwas herausnehmen zu dürfen.
Das ist kein Spaß. Und keine Kleinigkeit.
Wer Grenzen nicht respektiert, überschreitet sie.
Und wer glaubt, Frauen seien dafür da, das auszuhalten, liegt falsch.
Es geht nicht darum, wie etwas gemeint ist.
Sondern darum, was es bewirkt.
Lasst Frauen in Ruhe.“
— Der Kuseng
Kabarettist
🎨🧺 DANIELS VOI KESSE SHOPTOUR mit Inês Silva
Diesmal wird’s farbenfroh. Und zwar so richtig. 😄
Daniel ist mit Designerin @byinessilva in unserer Sortierung in der Wienerstraße unterwegs und die beiden fühlen sich dort ein bisschen wie Kinder zu Weihnachten. Zwischen Stoffbergen, wilden Mustern und besonderen Einzelstücken wurde gestöbert, kombiniert, gelacht und gesammelt, was das Zeug hält.
Inês kommt ursprünglich aus Portugal und lebt heute in Linz. Bekannt ist sie für ihre außergewöhnliche Trash Couture. Upcycling-Designs aus Frottierstoffen. Aus alten Hand- und Badetüchern entstehen bei ihr Jacken, Hoodies und auffällige Unikate mit ganz eigener Handschrift. 🌈
Was perfekt zu ihr passt: Sie sieht in gebrauchten Dingen nicht etwas Altes, sondern etwas mit Potenzial. Genau deshalb war unsere Sortierung für sie wie ein riesiger kreativer Spielplatz.
Und auch abseits der Shoptour sorgt ihre Arbeit gerade für Aufmerksamkeit: Im Rahmen der Vienna Fashion Week präsentierte Inês gemeinsam mit 15 weiteren Designer*innen Kollektionen aus heimischen Stoffen sowie unter anderem Textilien der Volkshilfe. Die Stücke wurden letzten September im MuseumsQuartier gezeigt und anschließend für den guten Zweck verkauft. ❤️
Daniel war jedenfalls komplett im Element. Zwischen Vintage-Schätzen, verrückten Farbkombinationen und jeder Menge Inspiration wurde ausprobiert, diskutiert und gefeiert, was Second Hand und Upcycling alles können. 😅
Die Folge zeigt einmal mehr: Nachhaltigkeit kann kreativ sein, laut, verspielt und voller Persönlichkeit.
In Teil 2 nimmt uns Inês mit in ihr Atelier! Also bleibt dran!
Volkshilfe ❤️
MÄNNERGEWALT = MÄNNERPROBLEM
„Nur Ja heißt Ja.
Viel zu lange wurde so getan, als wäre ein Nein verhandelbar.
Als könnte man es übergehen, ignorieren oder umdeuten.
Das ist nicht nur falsch.
Es ist eine Grenzüberschreitung.
Ein Nein ist ein Nein.
Schweigen ist kein Ja.
Und Unsicherheit ist keine Einladung.
Wer weitermacht, obwohl keine klare Zustimmung da ist,
entscheidet sich dafür, diese Grenze zu überschreiten.
Es geht nicht darum, wie etwas gemeint war.
Sondern darum, ob es gewollt war.
Und das muss eindeutig sein.“
— Gregor Schinko
Werbetexter / Vorstand Stahlstadt Kollektiv