Arp Museum Bahnhof Rolandseck

@arpmuseum

Das Museum widmet sich dem Wirken von Hans (Jean) Arp und Sophie Taeuber-Arp. Di -So | 11-18 Uhr
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Wirklich. Kunst und Realität 1400 bis 1900 29. März–6. September 2026 in der Kunstkammer Rau „Das Wirkliche ist wie das Wunderbare: es misst die Welt mit eigenmächtigen Maßen.“ Dichter Rainer Maria Rilke, 1902 Was ist wirklich – was ist wahr? In Zeiten von KI, Filtern und Fake News schwindet das Vertrauen in die Wahrheit von Bildern. Historische Gemälde und Skulpturen betrachten wir dagegen oft als scheinbar neutrale, wahrhaftige direkte ­ Zeugnisse der Vergangenheit. Bilder hatten damals wie heute große Macht und wirken auf verschiedene Weise direkt auf den Betrachter ein. 71 Gemälde, Miniaturen, Skulpturen und Fotografien illustrieren in dieser Ausstellung, wie sich unsere Vorstellung von Wirklichkeit von 1400 bis 1900 wandelt. Kuratorin: Dr. Susanne Bloecker // Really. Art and Reality 1400–1900 29 March–6 September 2026 at the Kunstkammer Rau “Reality is like the marvellous: it measures the world with its own arbitrary standards.” Poet Rainer Maria Rilke, 1902 What is real – what is true? In an age of AI, filters and fake news, trust in the truth of images is waning. Historical paintings and sculptures, on the other hand, are often regarded as seemingly neutral, truthful and direct testimonies of the past. Images held great power then as now and have a direct impact on the viewer in various ways. In this exhibition, 71 paintings, miniatures, sculptures and photographs illustrate how our conception of reality changed between 1400 and 1900. Curator: Dr Susanne Bloecker . . . #ArpMuseum #HansArp #SophieTaeuberArp #Wirklich @unicef_deutschland @sula_19sb Meister des Marienlebens, Das Jüngste Gericht, nach 1460 Foto: Horst Bernhard Cornelis de Heem Früchtestillleben, 1665–72 Foto: Mick Vincenz Jean Michelin Straßenszene: Geflügelverkäufer mit seiner Familie, ca. 1656 Foto: Peter Schälchli, Zürich Jan van Kessel d. Ä. (zugeschrieben), Tableau mit Insekten (Detail), um 1660 Für alle Werke ©️Arp Museum Bahnhof Rolandseck/Sammlung Rau für UNICEF Foto: Mick Vincenz, VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Louis Jacques Mandé Daguerre Boulevard du Temple, Paris, 3. Arrondissement, ca. /c. 1838 ©️Public Domain
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1 month ago
Günther Uecker. Die Verletzlichkeit der Welt | „Da muss ein Nagel reingeschlagen werden, damit da Widerstand erzeugt wird, so dass Kunst eindringen kann in die Banalität von Leben.“ Günther Uecker Die Ausstellung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck ist die erste nach dem Tod des Künstlers Günther Uecker (*1930, Wendorf, †2025, Düsseldorf) und dabei die letzte, an der er noch selbst mitgewirkt hat. Sie würdigt den international bekannten Künstler, der mit seinen ikonischen Nagelbildern und -reliefs Kunstgeschichte schrieb und als prägende Persönlichkeit der Künstlergruppe ZERO die Kunst der Nachkriegszeit revolutionierte. Die Ausstellung ist bis zum 14.6.2026 im Neubau zu sehen. // Günther Uecker. The Vulnerability of the World The exhibition at the Arp Museum Bahnhof Rolandseck is the first to be held following the death of the artist Günther Uecker (*1930, Wendorf; †2025, Düsseldorf), and the last in whose conception he was personally involved. It honours the internationally acclaimed artist who inscribed his name in art history with his iconic nail paintings and reliefs and, as a key figure of the ZERO group, helped to revolutionize post-war art. The exhibition can be seen in the new building until 14 June 2026. Credits: Günther Uecker TV auf Tisch, 1963 © Privatsammlung, Foto: David Ertl Bett zum Aufwachen, 1965 , Arp Museum Bahnhof Rolandseck , Foto: Mick Vincenz, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Sandmühle, 1969/2014 © Privatsammlung, Video: Helmut Reinelt Waldgarten (3 -teilig) (Detail), 2008, Private Collection. Courtesy Axel Vervoordt Gallery, Foto: Jan Liégeois Für alle Werke: © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Musik: "reImaginedInstrumental" by airtone 2025 - Licensed under Creative Commons Attribution Noncommercial (3.0)
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2 months ago
𝕂𝕠𝕤𝕞𝕠𝕤 𝔸𝕣𝕡 | Sophie Taeuber-Arp und Hans Arp – ein Künstlerpaar der Avantgarde »A R P ist da. keiner versäume arp zu besichtigen.« Hans Arp (1917) Wie kaum ein anderes Paar beeinflussten Sophie Taeuber-Arp und Hans Arp die Kunst ihrer Zeit. Angesichts der großen gesellschaftlichen Fragen des 20. Jahrhunderts suchten sie einen radikalen Neuanfang. Als weltweit einziges Museum widmet sich das Arp Museum Bahnhof Rolandseck auf Grundlage seines hochkarätigen Sammlungsbestandes diesem bahnbrechenden Künstlerpaar. Kuratorin: Astrid von Asten // COSMOS ARP | Sophie Taeuber-Arp and Hans Arp - a pair of avant-garde artists »A R P is there. no one should miss to visit arp.« Hans Arp (1917) Like no other couple, Sophie Taeuber-Arp and Hans Arp influenced the art of their time. Faced with the major social issues of the 20th century, they sought a radical new beginning. The Arp Museum Bahnhof Rolandseck is the only museum in the world dedicated to this groundbreaking artist couple on the basis of its top-class collection. More than 400 works are housed in the extraordinary architecture of the historic station building and Richard Meier’s light-filled building. . . . #ArpMuseum #HansArp #SophieTaeuberArp #KosmosArp #SammlungArp #dada #placetobe #Rolandseck #instamuseum #museumgram #followarpmuseum // Für die Werke von Hans Arp © VG Bild-Kunst Bonn 2022 Sophie Taeuber-Arp mit Dada-Kopf, Zürich 1920 Foto: Nic Aluf; © Stiftung Arp e. V., Berlin / Rolandswerth Hans Arp, 1926, Video: @kulturbuero_nr5 Musik: Leaving The Dragons Behind by Art Of Escapism
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1 year ago
Don't miss: Beim kostenlosen Museumsfest zum Internationalen Museumstag erwartet euch ein vielfältiges Programm mit zahlreichen Führungen, Workshops, Musik und Leckereien. Zur aktuellen Ausstellung "Günther Uecker" könnt ihr außerdem zwei Mitmach-Aktionen auf dem Vorplatz entdecken. Sonntag, 17.5.2026, 11-18 Uhr, Eintritt frei #Internationalmuseumday #museenentdecken #imd2026 #museumday #placetobe
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2 days ago
Günther Uecker. Die Verletzlichkeit der Welt | Letzter Monat! Nutzt die kommenden Feiertagswochenenden und besucht die Ausstellung, die den international bekannten Künstler Günther Uecker würdigt, der mit seinen ikonischen Nagelbildern und -reliefs Kunstgeschichte schrieb und als prägende Persönlichkeit der Künstlergruppe ZERO die Kunst der Nachkriegszeit revolutionierte. Uecker war dem Künstlerbahnhof Rolandseck eng verbunden: Das Nagelrelief Bett zum Aufwachen (1965) befindet sich bis heute in der Museumssammlung. Der performative Film Die Treppe (1964) zeigt ihn dabei, wie er Bahnhofsvorplatz und Bahnhofsgebäude Nagel für Nagel erobert. Feiert mit uns am Sonntag, den 17.05.2026, unser Museumsfest und entdeckt die Techniken Günther Ueckers selbst! // Günther Uecker. The Vulnerability of the World | Last month! Make the most of the upcoming bank holiday weekends and visit the exhibition honouring the internationally renowned artist Günther Uecker, who made art history with his iconic nail pictures and reliefs and revolutionised post-war art as a leading figure in the ZERO art group. Uecker had close ties to the Rolandseck Artists’ Station: the nail relief *Bett zum Aufwachen* (1965) remains in the museum’s collection to this day. The performative film *Die Treppe* (1964) shows him conquering the station forecourt and station building, nail by nail. Join us on Sunday, 17 May 2026, for our museum festival and discover Günther Uecker’s techniques for yourself! . . . #ArpMuseum #HansArp #SophieTaeuberArp #GuentherUecker #DieVerletzlichkeitDerWelt Günther Uecker Waldgarten (3 -teilig) (Detail), 2008, Private Collection. Courtesy Axel Vervoordt Gallery, Foto: Jan Liégeois ©️ VG Bild-Kunst, Bonn 2026
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3 days ago
Wirklich | Eine echte Himmelfahrt Straßburg, Himmelfahrtschristus, ca. 1520 Mittelalterliche christliche Skulpturen blieben nicht immer auf ihrem Sockel. Am Himmelfahrtstag wurde dieser hölzerne Christus zum Leben erweckt. Mittels eines versteckten Seilzugs zog man ihn vom Altar in den Vierungsturm empor. So blieb das Heilsgeschehen den Gläubigen präsent und real erfahrbar – ein großes skulpturales Theater, das Jahr für Jahr wiederholt wurde. // Really | A real Ascension Strasbourg, Ascension Christ, c. 1520 Medieval religious sculptures did not always remain on their pedestals. For the Ascension Day, this wooden Christ was brought to life. It was pulled up from the altar into the Transept tower by means of a hidden pulley – a great sculptural theatre that was repeated year after year. In this way, the salvation event remained tangible and real for the faithful. #ArpMuseum #HansArp #SophieTaeuberArp #Wirklich #KunstkammerRau @unicef_deutschland ©️Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Sammlung Rau für UNICEF Fotos: Mick Vincenz, ©️VG Bild-Kunst, Bonn 2026
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4 days ago
Günther Uecker | Sandmühle 1965 entstand Ueckers erste Sandmühle. Das Arp Museum zeigt ein besonders raumgreifendes Exemplar dieser Werkserie. Die ruhige Bewegung der Sandmühle folgt keinem bestimmten Zweck und Ziel. Ihre Drehungen verlaufen in einem endlosen Kreislauf, in dem Vergänglichkeit und Wiederkehr ineinandergreifen. Uecker selbst beschreibt seine Sandmühle auch als „die schleifende Zeit“, als „das Drama eines vergehenden Seins“. Die Sandmühle ist ein Werk der unendlichen Bewegung, das zur meditativen Betrachtung einlädt und dabei zwei zentrale Einflüsse des Künstlers vereint: Zum einen erinnern die Spuren im Sand an das Pflügen und damit an Ueckers Herkunft. Da er als Kind von Landwirten aufwuchs, war er den Zyklen der Natur von klein auf eng verbunden. Zum anderen greift das Werk seine Japanreisen und Zen-Erfahrungen auf. Es erinnert an die Ästhetik eines Zen-Gartens, in dem sich scheinbar nichts bewegt und dennoch alles in stetigem Wandel begriffen ist. Am 17. Mai 2026 lädt die Kunstvermittlung im Rahmen des Museumsfestes zu verschiedenen Mitmach-Aktionen ein, die von den Techniken Günther Ueckers inspiriert sind. Besonders die Aktion „Spuren im Sand“, die auf dem Museumsvorplatz stattfinden wird, schlägt eine Brücke zu seinem Werk „Sandmühle“. // English in the Commentary. #ArpMuseum #HansArp #SophieTaeuberArp #GuentherUecker #DieVerletzlicheKeitDerWelt Sandmühle (Sand Mill), 1969/2014 Privatsammlung ©️VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Video: Helmut Reinelt / Franca Perschen @kulturbueronr5
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8 days ago
Ab ins Museum! Weiter gehts Freunde. Ich mich wieder informiert für Euch. Ausstellungsinfos: Günther Uecker�Die Verletzlichkeit der Welt Bis 14. Juni 2026 Arp Museum, Bahnhof Rolandseck @arpmuseum Ein Ferngespräch: Szenen aus der Weimarer Republik 12. Mai - 27. September 2026 Lenbachhaus, München @lenbachhaus Anish Kapoor Bis 30. August 2026 Lehmbruck Museum, Duisburg @lehmbruckmuseum 📷 images are not may own. Unbezahlte Werbung
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10 days ago
Kosmos Arp | Lieblingswerk: Sophie Taeuber-Arp, Vertikal-horizontale Komposition, 1918 Zwischen Skulptur und Spiel – Euer gewähltes Lieblingswerk entfaltet sich als rhythmisches Zusammenspiel aus Farbe, Form und textilem Material. Wie in vielen ihrer Arbeiten verbindet Taeuber Arp auch hier handwerkliche Präzision mit avantgardistischer Gestaltung. Lest mehr über das Werk im aktuellen Blogbeitrag. // Between Sculpture and Play – Sophie Taeuber Arp’s work “Vertical Horizontal Composition” (1918) is your favorite piece; it unfolds as a rhythmic interplay of color, form, and textile material. As in many of her works, Taeuber Arp combines technical precision with avant garde design. Read more about the work in the current blog post. #ArpMuseum #HansArp #SophieTaeuberArp #followarpmuseum Sophie Taeuber-Arp, Vertikal-horizontale Komposition, 1918 Foto: Mick Vincenz, ©️ VG Bild-Kunst, Bonn 2026
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12 days ago
Meditatives Bogenschießen „Do Kan Yo“ – Yoga in der Kunst des Bogenschießens | Samstag, 23.5.2026, 11-14:30 Uhr Beim Meditativen Bogenschießen geht es nicht darum, die Mitte eines Zieles zu treffen, sondern darum, unsere eigene Mitte zu finden: die Einheit von Körper, Geist und Seele zu erleben - durch Achtsamkeit, Konzentration und Entspannung. Das Ziel ist es, körperliche und geistige Verspannungen abzubauen, uns selbst wieder stärker wahrzunehmen und ein Gefühl des „Hier und Jetzt“ herzustellen. In diesem Kurs werden wir die Grundlagen des intuitiven Bogenschießens vermittelt. Dabei zählen neben Grundkenntnissen zu Bogen und Pfeil vor allem die äußere und die innere Haltung sowie die Atmung zu den wichtigsten Elementen. Jede Teilnehmer*in sollte nach dem Kurs mehr Kraft, Ruhe und Gelassenheit mit in seinen Alltag nehmen können. Anleiter: Jürgen Brehm, Entspannungstherapeut, Master Do Kan Yo Thomas Gortner, Kursleiter intuitives Bogenschießen () Kosten: 75 € Begrenzte Teilnehmerzahl (ab 18 Jahren) Anmeldung erforderlich: [email protected] oder +49 2228 9425-36 Um die Arbeitsweise des Künstlers Günther Uecker bei der Schaffung seines „Pfeilbilds“ nachvollziehen zu können, haben die Besucher*innen am Samstag, den 23. Mai 2026, in der Zeit von 11.00 Uhr bis 14:30 Uhr, die Möglichkeit, Pfeile auf ein Blatt Papier zu schießen, das sie anschließend zu Hause gerne kreativ bearbeiten können. Anleiterinnen: Jacky Sauer, Bogen-Künstlerin (www.jackysauer.art) Mariann Schopphoff, Kursleiterin intuitives Bogenschießen // English in the commentary. #ArpMuseum #GuentherUecker #Bogenschießen #Meditation #followarpmuseum
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14 days ago
Günther Uecker | Übernagelte Möbel „Da muss ein Nagel reingeschlagen werden, damit da Widerstand erzeugt wird, so dass Kunst eindringen kann in die Banalität von Leben.“ Günther Uecker Günther Ueckers von Nägeln überzogene Objekte knüpfen an die Idee des objet trouvé an – jenes im dadaistischen Umfeld entstandene Konzept, bei dem gefundene Alltagsobjekte verfremdet und in einen neuen künstlerischen Zusammenhang überführt werden. Auch Uecker eignet sich Dinge des täglichen Lebens – Fernseher, Musikinstrumente oder Möbel – an und verwandelt sie in den 1960er-Jahren durch die Bearbeitung mit Nägeln in Kunstwerke. Die Übernagelungen erinnern an natürliche Wachstumsprozesse von Flechten, Gras, Moosen oder Fell. Mit den übernagelten Objekten geht Uecker auch der Frage nach der Verletzlichkeit und Fragilität unserer konsumgesteuerten Gesellschaft nach. Ein Beispiel dafür ist der Fernsehapparat, der mit Nägeln besetzt ist. Das Werk übt Kritik an der Wirkung moderner Massenmedien, die Gewalt und Leid abstumpfen lassen. Der Akt des Hämmerns bringt die physische Realität von Schmerz zurück – als Gegenpol zur Abstraktion der Fernsehbilder. Die Nägel „verletzen“ den Bildschirm und stellen zugleich seine Fähigkeit wieder her, Gefühle zu vermitteln, wodurch die physische Verbindung zwischen uns als Betrachtenden und der Welt erneuert wird. Die übernagelten Objekte vereinen somit viele Ebenen: Sie haben politische, poetische, existenzielle und kritische Bedeutungen. // English in the commentary. #ArpMuseum #HansArp #SophieTaeuberArp #GuentherUecker #DieVerletzlichkeitDerWelt Günther Uecker TV auf Tisch, 1963 Foto: David Ertl , © Foto: Uecker Archiv TV auf Tisch, 1963 & Tanzende Nadel für Pina Bausch, 2019 Rasenmöbel, Stuhl, 1963 Privatsammlung Piano, 1964 ©️ Sammlung Würth @wuerth_collection Tisch, 1963/1964 Hommage à Paul Scheerbart (Scheerbartwesen), um 1969, ©️Sammlung Pohl, Marburg ©️Kunstpalast, Düsseldorf @kunstpalast Lesetisch, 1963 ©️Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf @kunstsammlungnrw Fotos: Mich Vincenz, VG Bild-Kunst, Bonn 2026 für die Werke von Günther Uecker: ©️ VG Bild-Kunst, Bonn 2026
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16 days ago
Günther Uecker | Das Kosmische verbindet Arp und Uecker Das Nagelbild „Scheerbartwesen“ ist dem Literaten Paul Scheerbart gewidmet und huldigt ihm in Form eines schwerelos über die Leinwand schwebenden amorphen Nagelwesens. Die geschwungene Form erinnert selbst an Scheerbarts Bart. Scheerbarts Geschichten spielen meist wie der 1913 erschienene Roman „Lesabéndio“ auf fernen Planeten und entführen die Lesenden in fantastische Welten voller Fabelwesen. Scheerbart beeinflusste mit seinen sprachlichen Experimenten die Künstlerinnen und Künstler der 1916 gegründeten DADA-Bewegung, zu der auch die Hauspatrone des Museums Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp zählten. Vor allem der Bezug auf das Kosmische verbindet Scheerbart, Arp und Uecker. Ueckers „Wandobjekt mit 12 Sternen herausgebrochen“ hingegen verknüpft kosmische Gegebenheiten mit kreativer Schöpfungskraft und bezieht sich mit dem lyrischen Titel „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können“ auf Friedrich Nietzsches philosophisches Werk „Also sprach Zarathustra“. Sonne, Sterne und Wolken bestimmen auch die Werktitel von Hans Arps poetisch-abstrakten Skulpturen. Seine kosmische Ideen- und Formenwelt des Organischen finden wir hier in den amorphen, runden Formen bei Uecker wieder. Ganz anders als Ueckers sonstige Werke öffnet dieses Nagelbild mit den herausgebrochenen Sternen den Fokus auf die Bildtiefe, auf das jenseits der Bildoberfläche Liegende. Auch das Motiv des Nabels, der in Hans Arps unterschiedlichen künstlerischen Arbeiten auftaucht, schafft solche Durchsichten. Er ist eine universelle, kosmische Form und Symbol für die Bindung des Menschen an den Kreislauf der Natur. // English & Credits in the commentary #ArpMuseum #HansArp #SophieTaeuberArp #GüntherUecker #DieVerletzlichkeitDerWelt
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22 days ago