Ich bin jetzt seit 10 Jahren auf Social Media tätig. Hauptberuflich. In diesen vielen Jahren, mit teils täglichen Posts, hat sich vieles verändert. Im Netz, aber auch in mir drin.
Ich begegne dieser Plattform heute nicht mehr gleich wie früher. Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob ich mich sogar zu fest von ihr wegentwickelt habe.
Ein Aspekt der digitalen Selbstproduktion, der heute konstant-kontinuierliche Verwunderung in mir auslöst, sind Posts, bei denen es nur ums Darstellen der eigenen „Schönheit“ geht. Man macht also einen Post, der zeigen soll, wie schön man ist. That’s it.
Ist das nicht ultra komisch?
Und don’t get me wrong: Been there, done that. Manchmal vielleicht still doing that – aber mit einem riesig grossen Fragezeichen.
Wenn ich nicht mindestens ein faires Stück Mode zeige, eine Geschichte zu erzählen habe oder ... was weiss ich, dann fühlt sich so ein Post vor allem einfach leer an. Egal ob ich oder eine andere „schöne“ Person auf dem Bild ist. Dieses sich selbst Darstellen, um Anerkennung für die eigene Schönheit zu erhalten – da komme ich, Stand heute, nicht mehr mit.
Deswegen hier ein Post mit Bildern von einer Reko für ein Shooting für RRREVOLVE. Heisst, ich bin sozusagen das Ersatz-Model, damit wir uns vorstellen können, wie die Location wirkt. Shots, bei denen ich eine Funktion erfülle, definitiv nicht auf der Suche nach Schönheit bin und die ich jetzt poste, weil ich sie mag (und weil
@maelochsner sogar dann gute Bilder macht, auch wenn ich mir keine Mühe gebe) und weil sie wertvoll sind, um meine Gedanken mit euch zu teilen.
#Reko #StandIn #FairFashion