Our research dives into affects, feelings, and emotions in modern digitalized societies, exploring how technology shapes our emotional experiences. And because we get some good rap for our work, we thought, why not flex it on social media, too!
This is a short introduction into who we are and what we do: a rap we wrote in collaboration with a few AI tools. Based on transcripts of conversations with our research team, Chat GPT wrote lyrics which we then used to create a song with a help of an app called SUNO.
Stay lit and stay tuned! #affect #emotions #research
Warum können wir bei bestimmten Medieninhalten nicht wegschauen?
Wie organisieren TikTok, Reality TV oder Nachrichten unsere Gefühle?
Und was passiert eigentlich mit Affekten, wenn sie kollektiv werden?
In unserer nächsten Legacy Session werfen Annabella Backes, Margreth Lünenborg, Ana Makhashvili (Freie Universität Berlin), Débora Medeiros (Lesben und Alter e. V.) und Laura Sūna (Universität Siegen) einen Blick auf affektive Medienpraktiken – von Fernsehabenden auf dem heimischen Sofa bis zu emotionalen Dynamiken auf Twitter und TikTok.
Gemeinsam diskutieren sie, wie Medien Gefühle nicht nur spiegeln, sondern aktiv produzieren, verstärken und politisch wirksam machen: in journalistischen Öffentlichkeiten, sozialen Medien und aktuellen politischen Mobilisierungen – von rechtsautoritären Akteur:innen bis hin zu feministischen Bewegungen.
📍 27.05.2026 | 18:00–20:00
📍 FU Berlin, Habelschwerdter Allee 45, Raum J32/102
🗣 Sprache: Deutsch
“I find myself wanting to return to paranoia—not as a totalizing epistemology, but as a response to conditions in which paranoia can feel unavoidable, even vital, if painful.”
In a new blog post, media scholar Ana Makhashvili reflects on the ongoing protest movements in Georgia through the lens of affect, atmosphere, and political emotion. Starting from an exhibition by photographer Mariam Giunashvili, she traces the emotional shifts accompanying protest: from collective hope and euphoria to fear, exhaustion, suspicion, and fragmentation.
Interweaving personal memories of street protests in Tbilisi with reflections on authoritarianism, Makhashvili asks what paranoia might mean under conditions in which surveillance, repression, and uncertainty become part of everyday life. Rather than understanding paranoia simply as destructive, she explores it as a painful but potentially necessary affective mode — one that sharpens attention and helps sustain fragile networks of solidarity.
The post is also a reflection on protest, ambivalence, shame, and the difficulty of speaking about resistance in a world shaped by overlapping crises and violences.
Link to the full text in our stories and bio.
Hexen sind wieder unter uns. Oder waren sie vielleicht nie fort?
Von Baba Jaga bis TikTok-Witchfluencerinnen: Kaum eine Figur ist so widersprüchlich, aufgeladen und politisch wie die der Hexe. Ihre Geschichte erzählt von misogynen Gewaltverhältnissen, von der Verfolgung weiblicher Körper und Wissensformen – und zugleich von feministischer Selbstermächtigung, Spiritualität und Widerstand.
Im Gespräch mit der Schriftstellerin Esther Becker geht der Philosoph Fabian Bernhardt den wandelnden Erscheinungsformen der Hexe in Geschichte und Gegenwart nach:
Was macht die Hexe heute zu einer so wirkmächtigen Figur? Und was verrät sie über Macht, Körper, Sexualität und gesellschaftliche Normen?
📍Roter Salon
📅 15.05.2026 20:00 Uhr
Mehr Infos auf unserer Website und in Stories.
Emotionen sind keine Privatsache.
Wut, Angst, Hoffnung – sie prägen nicht nur, wie wir fühlen, sondern auch, wie Gesellschaft funktioniert.
Im Interview mit campus.leben spricht unser Geschäftsleiter Markus Lange über die Rolle von Affekten in einer Zeit, die von Krisen, Konflikten und Unsicherheit geprägt ist.
„Die Polykrisen der Gegenwart haben unsere Annahmen eingeholt – und teilweise sogar übertroffen.“
Zum Auftakt der Legacy Sessions erklärt er, warum Emotionen zentral sind, um aktuelle gesellschaftliche Dynamiken zu verstehen – und warum es vielleicht nicht reicht, sie nur zu analysieren.
Denn die entscheidende Frage ist:
Wie können Empathie, Zuversicht und Solidarität gestärkt werden?
👉 Link zum Interview in den Stories und auf unserer Website
Faschismus ist nicht nur eine politische Ideologie – er ist auch eine Frage der Gefühle.
Wut, Angst, Ohnmacht, aber auch Sehnsucht nach Zugehörigkeit: In unserer Gegenwart verdichten sich unterschiedliche Affekte zu einem Spannungsfeld, in dem sich neue Formen von Ausgrenzung, Gewalt – aber auch Widerstand herausbilden.
In dieser Veranstaltung fragen wir, welche affektiven Dynamiken den „neuen Faschismus“ prägen:
Was wird gefühlt – und was wird abgewehrt?
Und welche Gegengefühle können dem etwas entgegensetzen?
📍 22.04.2026 | FU Berlin
👉 Mehr Infos auf unserer Website
Die Legacy Sessions gehen an den Start!
Im Sommersemester 2026 laden wir Euch ein, gemeinsam mit uns auf die Forschung von Affective Societies zurückzublicken – und neue Fragen für die Gegenwart zu stellen.
📍 10 Veranstaltungen an der FU Berlin
👉 Das komplette Programm gibt’s auf unserer Website
Kommt vorbei – wir freuen uns auf Euch!
Was passiert, wenn Philosoph:innen über Affekte streiten – in einer Bar? 🍸
Es fliegen Theorien. Es fliegen Fäuste. Und manchmal hilft nur noch ein guter Cocktail: der Unfeeling, ein Racheputzer – oder ein doppelter Lovely Resonance auf Eis.
Wir laden euch herzlich zum Launch unserer Graphic Novel „The Grumpy Philosophers Bar“ ein!
Die Comic-Geschichte entstand auf Grund des Forschungsprojekts „Emotionsrepertoires im Wandel“ am SFB „Affective Societies“ der FU Berlin. Mit viel Witz und Herzblut bringt sie die Grundlagen der Affekttheorie in eine fiktive Bar, in der über Emotionen, Aufklärung und die Nebenwirkungen gefühlter Kälte gestritten wird – mal tiefgründig, mal absurd, oft beides zugleich.
📍 Modern Graphics, Kastanienallee 79, Berlin
🗓️ Mittwoch, 11. März 2026, 19:30 Uhr
🎟️ Eintritt frei – keine Anmeldung erforderlich
Kommt vorbei, stoßt mit uns an und lasst euch von Ideen berauschen.
„Fürchte dich nicht!“ Wie haben wir dahin kommen können zu glauben, dass wer so spricht, niedlich oder harmlos sei? Ein jeder Engel ist schrecklich, heißt es bei Rilke. Die ersten Engel waren furchterregende Geschöpfe, bewaffnet, vielflügelig, von zahllosen Augen übersät. Erst im Laufe der Zeit wurden sie jenen Putten verniedlicht, die uns heute von Weihnachtskarten blond und pausbäckig entgegenstrahlen. Wie Marmeladenbrote fallen Engel immer auf die falsche Seite. Nicht alle sind süß und zuckrig.
Engel kommen in vielen Traditionen vor. Im Islam sind sie aus Licht erschaffene Wesen, die im Auftrag Gottes handeln. „Der Himmel knirscht“, lautet ein Spruch des Propheten, „und es ist Recht so, denn in ihm ist kein Fußbreit, der nicht von einem sich verbeugenden oder knienden Engel besetzt wäre.“ Die christliche Philosophie des Mittelalters weist der Angelologie, also der Lehre von den Engeln, eine zentrale Bedeutung zu. Als Mittler zwischen Himmel und Erde, Boten, Diener und Wächter werfen Engel Fragen auf, in denen sich politische Theologie und Esoterik, Philosophie und Kitsch auf denkwürdige Weise miteinander verschränken. Engel können Vieles sein: Repräsentanten der Herrschaft und himmlischen Bürokraten, Sinnbilder der Reinheit und Rebellion, Kitschkrieger und Schutzwesen. Vom allgemeinen Artensterben ausgenommen, scheint ihre Population unter säkularen Bedingungen sogar zu wachsen. Unter dem Himmel von Berlin machen sich der Philosoph Fabian Bernhardt und die Schriftstellerin Laura Lichtblau daran, den Ort auszumessen, den die Engel in unserer Gegenwart besetzen.
🔗 Link zu den Tickets in Stories
„Der Pranger ist ein extrem rigides soziales Instrument — und wir müssen sehr vorsichtig sein, dass öffentliches Beschämen nicht an die Stelle eines Gerichtsverfahrens tritt.“
In ihrem Interview mit @deutschlandfunk reflektiert die Kommunikationswissenschaftlerin Margreth Lünenborg die medialen Dynamiken rund um den Fall Gisèle Pelicot: von Ikonisierung und digitaler Solidarität bis zu den ambivalenten Effekten öffentlicher Empörung.
Was passiert, wenn sexualisierte Gewalt zur globalen Öffentlichkeit wird? Und welche Rolle spielen soziale Medien zwischen Aufklärung, Mobilisierung — und Beschämung?
🎧 Ausschnitt hören — ganze Folge über den Link in Bio.
#shamemustchangesides
🗿 What do monuments remember — and what do they silence?
A new blog post from CRC “Affective Societies” shows that monuments are not just stone memories, but emotional sites of unresolved history. In Turkey, spciologist Meltem Ahıska argues, they reflect an “imperial complex” — a tension between pride and resentment, denial and longing.
When the past remains unacknowledged, monuments can even turn into “monsters”: visible signs of invisible conflicts and unrecognized affects.
👉 Read the full post via the link in bio. #memorypolitics #monuments #affectstudies #publicmemory #decolonial
Gerüche sind politisch! Denn das Riechen oder Nicht-Riechen dient nicht einfach nur dazu, mal die Nase etwas tiefer in den Blumenkelch zu stecken oder schlechtes Essen zu erkennen. Gerüche sind eng verbunden mit sowohl persönlichen Erinnerungen als auch politischen oder religiösen Ritualen. Ganze Duft-Industrien verschreiben sich der Aufgabe, Duft mit Status, Macht und Sauberkeit zu verbinden. Welche auch feministischen Folgen das hat, können wir in einer Befragung nachlesen, die drei Wissenschaftler:innen des Sonderforschungsbereichs Affective Societies mit Frauen in Berlin und Istanbul durchgeführt haben. Ole Liebl stellt einige Ergebnisse aus der Studie vor.
İmer, İ., Liebelt, C., Tokel, M. (2026) Olfactory Affect. In: Slaby, J., von Scheve, C., Blickstein, T., Aronson, P. The New Key Concepts in Affective Societies. Routledge.