Benjamin Pfeifer

@_benjaminpfeifer

Stadt, Raum, Gesellschaft ・Kommunikation & Medienproduktion ・Kritik @frankfurtbabylon 📍Frankfurt am Main
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Die Wohnungsfrage ist zurück – und sie ist mehr als eine Frage von Förderquoten und Baumassen. In unserem Vortrag zur Finissage der Ausstellung „Yes, we care. Das Neue Frankfurt und die Frage nach dem Gemeinwohl“ fragen wir nach den Bedingungen einer sozialen Stadtentwicklung – von der Bodenpolitik bis zur städtebaulichen Formgebung. Vortrag und Diskussion: Carlos Becker und Benjamin Pfeifer (Frankfurt Babylon e.V.) Im Anschluss Gespräch mit: Jorun Jensen (Deutsches Architekturmuseum), Katharina Böttger und Angelina Schäfer (Historisches Museum Frankfurt) sowie Grit Weber (Museum Angewandte Kunst). Sonntag, 11.01.2026 16:00 Uhr Museum Angewandte Kunst Schaumainkai 17 60594 Frankfurt am Main (Führung durch die Ausstellung mit Kuratorin Grit Weber um 15 Uhr)
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4 months ago
In conversation with @kntxtr , Sandra Doeller and Benjamin Pfeifer share their perspectives on architecture, urban design and politics – and explain why Frankfurt is the ideal city for their initiative. Read the full interview at kontextur.info (link in bio) Special thanks to Angelika Hinterbrandner (@ahinterbrandner ) and Katharina Benjamin (@benjaminkey ).
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8 months ago
Unscheinbar liegt das Haus in der Via Napione am Ufer des Po im Zentrum von Turin. Von außen weist nichts darauf hin, dass sich der italienische Architekt und Designer Carlo Mollino hier, im ersten Stock der 1888 errichteten Villa Avondo, über viele Jahre ein rätselhaftes, vom Surrealismus inspiriertes Appartement eingerichtet hat – einen Ort, in dem er nie eine einzige Nacht verbrachte. Betritt man die heute als Privatmuseum zugängliche Casa Mollino, entsteht nach und nach der Eindruck eines Kabinetts: Spiegelwände vervielfachen den Raum und erzeugen eine labyrinthische Atmosphäre; in senkrechte Paneele eingelassene Tapeten zeigen vergrößerte Radierungen mit romantischen Landschaften; Samtvorhänge und Schiebetüren lassen die Räume mal offen, mal geschlossen wirken. In einer Nische steht ein hölzernes Bett in Form eines Boots, daneben bestickte Kissen mit dem Motiv einer pharaonischen Totenreise. Seine eigenen Möbel lassen sich leicht neben den Klassikern von Saarinen und Le Corbusier ausmachen: Stühle, deren Rücken an Torsi erinnern, Tischbeine mit Gelenken wie schmale Knöchel. Dazwischen und drumherum: moderne Kunst und vormodernes Kunsthandwerk, Sammlungen präparierter Schmetterlinge, die Figur eines Pferdekopfs, die Schalen zweier Riesenmuscheln, Polaroids und Pin-ups. Düsterer Kitsch und metaphysisches Theater. Ein Ort wie ein Bühnenbild für eine dramatische Oper. Aber wozu das Ganze? Die Literatur über Mollino spricht immer wieder vom ewigen Junggesellen aus wohlhabendem Hause, der sein Leben seinen Obsessionen widmete. Der ein Buch über die Kunst des Skifahrens publizierte und eines über die Geschichte der Fotografie schrieb, der mit einem selbst entworfenen Auto am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teilnahm und sich exzessiv der Aktfotografie widmete. Sein Appartement sollte nicht nur Rückzugsort, sondern auch Sterbezimmer sein – deshalb steht das kleine Bett wie ein Boot auf dem wasserblauen Teppich. Gestorben ist der Exzentriker Carlo Mollino schließlich 1973, unerwartet, an einem Herzinfarkt in seinem Studio. Wie hat es Dario Argento gesagt? „Turin is the place where my nightmares are the best.“
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9 months ago
Wie wird eine Stadt gestaltet – politisch, räumlich, demokratisch? Im Rahmen der Ausstellung „Das Neue Frankfurt – Die Zukunft denken“ haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie Stadtgestaltung damals wie heute funktioniert – und welche Rolle politische Strukturen, demokratische Prozesse und gestalterische Verantwortung dabei spielen. Ein besonderer Dank gilt Prof. Dr. Marcus Gwechenberger, Stadtrat der Stadt Frankfurt am Main, der sich die Zeit genommen hat, mit uns über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Stadtentwicklung zu sprechen. Das Interview schlägt eine Brücke zwischen der Reformbewegung der 1920er-Jahre und der heutigen kommunalpolitischen Praxis – mit Themen wie sozialer Teilhabe, Wohnraumentwicklung, Gestaltungsverantwortung und der Rolle von Design in politischen Entscheidungsprozessen. Das Gespräch ist Teil unseres studentischen Projekts in der Ausstellung „Das Neue Frankfurt – Die Zukunft denken“, die noch bis zum 24. August 2025 im @museumangewandtekunst zu sehen ist. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des @museumangewandtekunst und der @hfg_offenbach . Entwickelt wurde sie von Designstudierenden im Rahmen des Kurses „Design kuratieren und Kritik“ unter der Leitung von Prof. Matthias Wagner K. In Kleingruppen wurden unterschiedliche Themenfelder rund um das Neue Frankfurt aufgearbeitet, neu betrachtet und kritisch auf ihre Relevanz für gegenwärtige und zukünftige Gestaltung hin befragt. Ein herzliches Dankeschön auch an Benjamin Pfeifer @_benjaminpfeifer für die Produktion und Bearbeitung des Interviews, an Karl Smielewski für Kamera und Schnitt sowie an Nebyou Alias für das Sounddesign. Unser Beitrag lädt dazu ein, über die Bedingungen und Möglichkeiten demokratischer Stadtgestaltung nachzudenken – damals, heute und in Zukunft.
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10 months ago
Mit der Initiative Frankfurt Babylon widmen wir uns der gegenwärtigen Stadtentwicklung. Seit 2010 dokumentieren wir Elemente des öffentlichen Raums – vom Poller bis zum Straßenzug – mit einem besonderen Fokus auf den zahlreichen Neubauvierteln dieser Zeit. Anlässlich der Veröffentlichung unserer neuen Online-Plattform analysieren wir in unserem Vortrag das Scheitern der gegenwärtigen Stadtentwicklung und präsentieren Ansätze für die Wiedergewinnung städtischer Räume. Vortrag und Diskussion: Carlos Becker, Sandra Doeller, Benjamin Pfeifer Im Anschluss Barabend mit DJ Chris Carraldo Mittwoch, 26.03.2025 19:00 Uhr Bar im Mousonturm Waldschmidtstraße 4 60316 Frankfurt am Main Eintritt frei Eine Kooperation des Frankfurt Babylon e.V. mit dem @mousonturm
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1 year ago
Jetzt live: Unser neues Online-Magazin Seit Jahren mischen wir uns in aktuelle Debatten ein – ob es um lebenswerte Stadtquartiere, bezahlbaren Wohnraum oder nachhaltiges Bauen geht. Unsere Positionen finden Sie jetzt gesammelt auf den Seiten unseres neuen Online-Magazins, das aktuelle Artikel, Essays und Interviews sowie knapp 40 weitere Beiträge aus unserer Bürohistorie umfasst. Außerdem bieten wir Vorträge und Videos – zum Beispiel aus der beliebten Reihe „Eine Minute Architektur“. Bei der Gelegenheit haben wir auch viele kleine Details optimiert und die Seite insgesamt nutzerfreundlicher gemacht. ● sfa.de/magazin Konzeption Webseite: @_benjaminpfeifer , @bureausandradoeller Redaktion und Umsetzung: @_benjaminpfeifer Gestaltung: @bureausandradoeller Programmierung: #wemovedigitalsolutions
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1 year ago
Der Atzelbergplatz in Seckbach sollte einst einer der modernsten Plätze Frankfurts werden. Nach jahrelanger Vernachlässigung wurde er in einem Modellprojekt für Bürger­beteiligung umgestaltet – doch das Ergebnis enttäuscht. Ein Protokoll des Scheiterns. ● frankfurtbabylon.de (Link in Bio) Text: @_benjaminpfeifer Recherche: @essig.laessigkind Fotos: Benjamin Semmler
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1 year ago
Mit Bürgerbeteiligungen soll in Frankfurt die Demokratie gestärkt werden. Insbesondere in der Stadtplanung setzt man auf langwierige Partizipationsformate. Doch statt Demokratie zu stärken, werden Versäumnisse kaschiert. Ein Spaziergang durch Frankfurts partizipatorische Erlebniswelt. ⚫️ frankfurtbabylon.de (Link in Bio) Text: @frederikrheinz Fotos: @_benjaminpfeifer
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1 year ago
Wir sind online! Begonnen hat alles auf einer Parkbank im Frankfurter Europaviertel, als wir uns gefragt haben, warum Neubauviertel so leblos und steril wirken. Seitdem sind weitere Fragen dazugekommen: Warum haben Sitzbänke keine Lehnen mehr? Woran scheitern Architektur und Städtebau heute? Wie können wir trotzdem städtische Mannigfaltigkeit verteidigen? Ausgehend von Alltagsbeobachtungen und in Form von Essays, Kommentaren und Fotostrecken nehmen wir die heutige Stadtentwicklung kritisch in den Blick. Wir, das sind neben uns Gründer:innen auch Mitstreiter:innen, die unsere Perspektive auf Stadt und Architektur teilen. Denn Frankfurt ist überall. ⚫️ frankfurtbabylon.de (Link in Bio) Foto: Sandra Doeller, Benjamin Pfeifer, Benjamin Semmler, Carlos Becker (c) @christiandoeller Konzept Webseite: @bureausandradoeller , @_benjaminpfeifer Design: @bureausandradoeller , Code: #wemovedigitalsolutions Typefaces: Lelo Mono @camelot_type , Lyon Text @commercialtype #frankfurtbabylon #architekturkritik #stadtentwicklung
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1 year ago
Walensee wedding, 12.7.2024 🤍 @doris.ti @w_o_g_x
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1 year ago
Seit Ende der 1990er-Jahre wird das Europaviertel auf dem Gelände des ehemaligen Hauptgüterbahnhofs in Frankfurt entwickelt. Mit knapp 90 Hektar ist das Areal die letzte große innerstädtische Konversionsfläche – entsprechend groß waren die Hoffnungen auf einen zentralen urbanen Stadtteil, der die Trennung zwischen den angrenzenden Bestandsvierteln überwindet. Knapp 20 Jahre nach Beginn der ersten Bauarbeiten 2005 fällt die Bilanz ernüchternd aus: „Städtebau der Investoren“, „Von Haus aus missglückt“, „Die verbaute Zukunft“ – so oder ähnlich titeln Zeitungsartikel über das neue Viertel. Der Stadtspaziergang versucht den Gründen hierfür vor allem aus architektonisch-städtebaulicher Perspektive nachzugehen und knüpft an Kriterien für lebendige Stadtquartiere an, die beim Vortrag am 27. Juni entwickelt wurden. Die Route umfasst die Europa-Allee, das Quartier Idsteiner Straße, den Europagarten und die Ränder und Schnittstellen zu den benachbarten Stadtteilen – und vergleicht die aktuellen Eindrücke mit vergangenen Aufnahmen aus dem Archiv von Frankfurt Babylon. Stadtführung: Benjamin Pfeifer (Frankfurt Babylon) Sa / 29.06.24 / 11 Uhr Teilnahme: 12 Euro / ermäßigt 6 Euro Anmeldung über den Link in der Bio, der Treffpunkt wird nach Anmeldung bekanntgegeben @dialog.architektur @frankfurtuas #architektur #frankfurt #europaviertel Foto: Benjamin Semmler
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1 year ago
Monoton, leblos, steril – die öffentliche Meinung über die in den letzten zwanzig Jahren entstandenen Neubauviertel fällt häufig negativ aus. Die Gründe für den Verlust lebendiger öffentlicher Räume und städtischer Vielfalt werden hingegen kaum reflektiert. Hier setzt die Initiative Frankfurt Babylon an, die seit 2010 Elemente des öffentlichen Raums – vom Poller bis zum Straßenzug – dokumentiert und einen Fokus auf die Neubauviertel unserer Zeit richtet. Als exemplarischen Fall analysiert der Vortrag die Probleme des Frankfurter Europaviertels und leitet daraus grundlegende Prinzipien für ein mannigfaltiges städtisches Leben ab – von der Architektur des einzelnen Hauses bis zur Architektur der städtischen Räume. Was heißt eigentlich Urbanität und wie drückt sich diese in Gebäuden aus? In welchem Verhältnis stehen stadträumliche Gestaltung und gesellschaftliches Zusammenleben? Und welche Rolle kommt dabei der Architektur zu? Vortrag: Benjamin Pfeifer (Frankfurt Babylon) Do / 27.06.24 / 19 Uhr Frankfurt University of Applied Sciences Café 1, Gebäude 1, EG @dialog.architektur @frankfurtuas #architektur #frankfurt #stadtentwicklung Foto: @w_o_g_x
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1 year ago