Um auf drastische Weise zu zeigen, dass Frauen oft nur als reine Lustobjekte dargestellt werden, spaziert Valie Export 1969 mit einer am Schritt aufgeschnittenen Hose in München während eines Filmfestivals in einen Kinosaal und präsentiert bei der Aktion "Genitalpanik" ihr dichtes Schamhaar. Die Empörung des Publikums ist riesig.
Exports Motto lautet: "Kunst muss aggressiv sein." Ihr ganzes Leben verschreibt sie dem Kampf für die Gleichstellung von Frau und Mann. Dabei setzt die Provokateurin meist ihren eigenen Körper ein. Mit ihren teils schmerzhaften und häufig nackten Grenzüberschreitungen wird sie zur feministischen Ikone. Obwohl sie selbst angefeindet, ihr Schaffen lange verschmäht wird, bereut sie nichts. "Ich konnte gar nicht anders, ich musste Konventionen aufbrechen", sagt sie. Nun ist die Künstlerin mit 85 Jahren in Wien gestorben. Die Kunstwelt verliert mit ihr eine der radikalsten Stimmen der feministischen Avantgarde.
#Kulturzeit erinnert an sie.
#KukturzeitAuf3sat #ValieExport
"Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war". Das Porträt über die österreichische Schriftstellerin, die den Literaturbetrieb maßgeblich geprägt hat, indem sie Machtverhältnisse und das Patriarchat anprangert, verwebt Archivaufnahmen mit Spielszenen, in denen Sandra Hüller in die Rolle der emanzipierten Lyrikerin schlüpft.
#kinokino #IngeborgBachmann
Kriegsangst und die Sehnsucht nach Frieden: Beides prägt viele große Protestsongs der letzten 100 Jahre. Und so manch ikonischer Song von einst ist aktueller denn je.
Welche Kraft haben die großen Friedenshymnen von Joan Baez, Bob Dylan, John Lennon und Yoko Ono heute noch? Und wieviel "Zeitenwende" findet sich in heutigen Protestsongs wieder?
Die Doku-Reihe "Protest! Songs!" könnt ihr euch im 3sat-Stream anschauen.
#ProtestSongs #Frieden #Peace #Repost
"Ich glaube, dass es einfach um Anstand geht und darum, nicht mitzulaufen, nicht vorauseilend einzuknicken, nicht mit zu plappern, nicht mit zu lachen und an Punkten zu widersprechen, wo es nötig ist und gegebenenfalls auch mal jemandem beizustehen, wenn er bedrängt wird oder in Not ist."
Über das "Nein sagen" hat der Schauspieler Matthias Brandt ein Buch geschrieben.
#Kulturzeit hat mit ihm gesprochen. Schaut es euch gerne im 3sat-Stream an.
#KulturzeitAuf3sat #MatthiasBrandt
Friedrich Dürrenmatt wird als Sohn eines reformierten Pfarrers geboren. Seine Jugend verbringt er in Bern, wo er ab 1941 deutsche Literatur, Kunstgeschichte und Philosophie studiert. 1946 bricht er das Studium wieder ab, heiratet die Schauspielerin Lotti Geissler und wagt den Sprung in die Schriftstellerei.
1956 landet er mit seinem Werk "Der Besuch der alten Dame", das er in einer finanziellen Zwangslage geschrieben hat, einen Riesenerfolg und entwickelt sich zu einem weltbekannten Autor. Es folgen zahlreiche Inszenierungen, die bis heute in über 40 Sprachen übersetzt worden sind. Mit Kritikern setzt sich der Schriftsteller dabei nur selten auseinander: "Das kann ich mir schon aus gesundheitlichen Gründen nicht leisten. Das ist eine vollständig unnütze Sache", so Dürrenmatt in einem Interview mit dem "Playboy" von 1980. Der Schriftsteller stirbt im Alter von 69 Jahren an Herzversagen.
Da ist was dran. Oder was sagt ihr?
Den britischen Schriftsteller, Drehbuchautor und Humoristen Douglas Adams kennen die meisten wegen seiner Science-Fiction‑Reihe "Per Anhalter durch die Galaxis" ("The Hitchhiker’s Guide To The Galaxy"). Diese ist ursprünglich als Radioserie für die BBC entstanden und später als Buchreihe, Fernsehserie, Computerspiel und Film adaptiert worden.
Adams Werk verbindet Science-Fiction mit britischem Humor, Philosophie und Gesellschaftssatire.
Er stirbt unerwartet am 11. Mai 2001 im Alter von 49 Jahren an einem Herzinfarkt.
#DouglasAdams
Georg Baselitz stellte die Kunst(-welt) auf den Kopf. Er malte verkehrt herum, Füße und Wurzeln oben, Kopf und Baumkrone unten. Das Lebensmotto des deutsch-österreichischen Malers und Bildhauers war: Widerspruch!
Er malte immer eher abseits vom Trend: gegenständlich, als in der Kunst das Abstrakte angesagt war, und groß, als Kleinformatiges besser verkauft wurde. Er experimentierte mit verschiedenen Malstilen, mal impressionistisch, mal kubistisch. Und Museen und das Publikum liebten den Unangepassten, den "Wutkünstler", wie er auch genannt wurde.
Er wurde 88 Jahre alt.
#Kulturzeit erinnert an den großen Künstler. Darüber hinaus könnt ihr euch auch im 3sat-Stream die Doku "Georg Baselitz - Ein deutscher Maler" anschauen.
#GeorgBaselitz
Die iranische Lehrerin Roya ist im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert. Soll sie ein erzwungenes Geständnis ablegen, um frei zu kommen oder in ihrer Zelle vergessen werden?
#kinokino #Iran #WomanLifeFreedom #AllEyesOnIran